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Lösung der wirtschaftlichen Probleme
Nun gibt es weiterhin Überlegungen, die Einnahmen
des Staates durch zusätzliche Kredite und Deshalb könnten Überlegungen die Oberhand gewinnen,
die Ausgaben des Staates zu senken. In diesem Zusammenhang wird immer
wieder die Reduzierung der Mitarbeiter (um 100.000) in der öffentlichen
Verwaltung angesprochen. Aus grundsätzlichen Überlegungen heraus
ist diese Forderung sicherlich zu unterstützen, um unerwünschte
Bürokratie-Effekte zu vermeiden. Auch das damit eingesparte Geld
ist natürlich willkommen. Da die gezahlten Löhne aber dort eher
gering sind - 90% der Mitarbeiter erhalten durchschnittlich nur etwa 4.000
Pesos monatlich - wird der Einspareffekt gerne überschätzt.
Man hat ausgerechnet, das der Verzicht auf 100.000 Mitarbeiter etwa 8
Mrd. Pesos einspart. Es müssten also alle 300.000 Staatsbediensteten
entlassen werden, um nur alleine die Zinsverpflichtungen der Banco Central,
die aus der Bankenkrise entstanden sind (24 Mrd. Pesos), jedes Jahr begleichen
zu können. Da dies weder möglich noch ausreichend ist, muss
nach weiteren Drei Ökonomen des Landes haben ein Modell vorgestellt, wie die 80 Mrd Pesos Schulden der Banco Central - und die daraus resultierenden Zinszahlungen - reduziert werden könnten. In einem ersten Schritt sollen die kompletten Schulden der B.C. auf eine noch zu gründende Finanzierungsgesellschaft übertragen werden. In einem zweiten Schritt werden die Zinsen von 30 auf 12% gekürzt. Um zu verhindern, das nun alle ihr Geld von der neuen Finanzierungsgesellschaft zurück haben wollen, wird die Laufzeit der Certificados auf 10 Jahre gestreckt. Kombiniert man dieses Modell mit einer weiteren einmaligen und kräftigen Abwertung des Pesos zu Beginn der neuen Regierung im Frühjahr 2004, würden sich zusätzliche Spareffekte ergeben, die es ermöglichen, das sich die dominikanische Republik aus eigener Kraft und ohne die Hilfe internationaler Institutionen aus der selbstverursachten Schuldenfalle befreit. Der IWF schlägt eine Stabilisierung des Pesos bei 1:30 zum Dollar vor. Dies würde zwar kurzfristig das Vertrauen in die wirtschaftlich Handelnden zurückbringen, mittelfristig aber zu Arbeitsplatzverlusten in den vom intensiven Wettbewerb betroffenen Bereichen der Zona Francas und des Tourismus führen. Da dies die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit weiter steigert, wäre eine kräftige Zunahme der Kriminalität unausweichlich. Da die dominikanische Republik kein High-Tech-Land ist und aufgrund des Ausbildungssituation der Bevölkerung auch keins werden wird, ist dieser Vorschlag des IWF abzulehnen. Ähnlich wie die armen Ländern Asiens, muss auch die dom. Rep. versuchen, über eine günstige Währung nicht vorhandene Wettbewerbsfähigkeit auszugleichen. Auch wenn die neue Regierung auf Kredite des IWF angewiesen ist, sollte sie auf diese Politik des sog. "positiven Vertrauenschocks" verzichten und den Peso zwischen 40 und 50 zum Dollar floaten lassen.
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© Andre Kobilke / Diplom-Sozialwissenschaftler / E-Mail
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