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Mietwagen in der
Dominikanischen Republik

 

Dominikanische Republik - Nordküste und Samana. Dezember 2008

Ausführlicher Reisebericht in Wort und Bild von Hiltrud Godin. Ideal für Individualisten und Entdecker.

Hier gibts den Reisebericht mit Bildern

Nach einer langen Pause von 6 Jahren haben wir den Wunsch, noch einmal in die Dominikanische Republik zu fliegen.

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Die Unterkünfte haben wir privat oder im Baukastenprogramm über Internet gebucht und nun sitzen wir endlich in der Condor auf dem Flug nach Puerto Plata. Es ist ein sehr angenehmer Flug: Abflug 14.00 Uhr in Frankfurt und durch die Zeitverschiebung Ankunft in der Dominikanischen Republik um 18.10 Uhr.

Während wir uns der amerikanischen Küste nähern denke ich an die beiden vergangen Reisen in den Jahren 2001 und 2002. Der erste Urlaub im Jahr 2001 in diesem für uns damals noch unbekannten Land war rückblickend eine der abenteuerlichsten Reisen in unserem Leben. Wir hatten keine Vorstellung über die Straßenverhältnisse und die Entfernungen und buchten damals einen Flug nach Punta Cana, in der Hoffnung von dort schnell und problemlos in eine „Ferienanlage“ in der Nähe der Bucht von MICHES zu gelangen.

Am Flughafen Punta Cana suchten wir einen Taxifahrer, dem wir auf einer Karte unseren Urlaubsort zeigten. Ich erinnere mich, dass er uns sehr erstaunt ansah. Wir waren dann viele Stunden unterwegs auf Straßen, die eigentlich gar keine waren.... Obwohl wir kein Wort spanisch sprachen hat er uns dann an einen Ort  gebracht, die Koffer ausgeladen  und uns wieder fragend angeschaut. Wir haben ihm dann eine Telefonnummer der gebuchten Ferienanlage gegeben. Er hat dann telefoniert, die Koffer wieder eingeladen, ist mit uns an einen einsamen Strand gefahren und  hat uns zu verstehen gegeben, dass uns da jemand abholt.

Wir haben uns sehr herzlich bei ihm bedankt und nun standen wir und unsere großen Koffer an einer menschenleeren Bucht. Die Zeit verging, mittlerweile fing es an zu regnen und als wir gar nicht mehr daran glaubten, kam wirklich ein altes Motorboot. Wir wurden von einem netten jungen Mann auf deutsch begrüßt, Gott sei Dank! Er erzählt uns, dass er noch auf zwei Personen warten müsste, die mit einem Bus kämen. Damit war er für lange Zeit verschwunden.... Irgendwann kam er mit zwei Personen zurück. Die Koffer wurden eingeladen, wir kletterten alle in das Boot, der Motor wurde angeworfen und nach einer rasanten Fahrt durch die herrliche Bucht kamen wir durchgeweicht bei Cabanas de Leo an.

Ich könnte nun viele Seiten schreiben von unseren Erlebnissen, aber es ist so lange her und es würde schon deswegen niemand mehr interessieren. Erwähnen möchte ich aber noch, dass dort absolut nichts los war und wir uns den größten und besten Bungalow aussuchen konnten. Er war strohgedeckt, sah sehr gemütlich aus, aber innen gab es nur ein großes Bett, einen Stuhl und drei abgestellte Fahrräder – keinen Kleiderschrank, keine Regale – nichts!
Die Toiletten waren draußen – eine Art Rondell, einzelne Nischen mit und ohne Schwingtüren, also man saß praktisch im Freien!
Jedoch der Strand in der Nähe entschädigte für so manche Unannehmlichkeiten- er war ein Traum. Hier verbrachten wir viele Stunden. Aber auch hier gab es eine sehr unangenehme Begleiterscheinung: Wir bemerkten es zu spät und darauf aufmerksam gemacht hat uns niemand. Als die Sonne unterging kamen die Sandflöhe – es war die Hölle!!! Wir hatten die Arme und Beine voll mit hunderten von Stichen. Es juckte erbärmlich und wir sahen aus, als ob wir die Krätze hätten und damit fuhren wir einige Tage später weiter in Richtung Samana, wo wir die letzten 2 Wochen gebucht hatten.

Auch diese Anreise war ein Erlebnis: Unser Bootsfahrer besorgte 4 Mopedfahrer, zwei für uns und zwei für die großen Koffer. Damit fuhren wir zu einer Art Bushaltestelle, an der wir angeschaut wurden, als ob wir vom Mond kämen. Als der wackelige alte Bus kam war das größte Problem, die Koffer unterzubringen. Sie wurden dann irgendwie zwischen die Rückwand und die Sitze geschoben. Außerdem gab es gar nicht so viele Plätze, es war ein kleiner Bus, das Größte darin waren die Musikboxen, aus denen die Mitfahrer mit lauter Merenguemusik beschallt wurden.

In jedem Dorf hielt der Bus und fröhliche gut gelaunte Dominikaner stiegen ein- und aus. Besonders auffallend waren die hübschen Frauen und Mädchen in ihren bunten Kleidern. Einmal gackerte es hinter uns und bei näherem Hinsehen sahen wir Hühner, die eine Frau in Tücher eingepackt hatte.
Es war eine sehr lustige Fahrt bis Sabena de la Mar.

Hier warteten wir mit vielen Einheimischen in einer Wartehalle am kleinen Hafen auf die Fähre nach Samana. Plötzlich standen alle auf, wir liefen hinterher, obwohl weit und breit keine Fähre zu sehen war. Am Ufer warteten zwei Boote, mit denen alle Fahrgäste nacheinander zur Fähre hinaus gepaddelt wurden – ohne Motor. Die Fähre lag weit draußen im Meer und war die einfachste, die wir je gesehen hatten. Es gab kein Zurück, wir mussten auf das Schiff und das ging nur mit Hilfe der hilfsbereiten Dominikaner, die uns halfen, das schwere Gepäck hoch zu wuchten. Alleine hätten wir das nie geschafft, die Koffer wären auf nie mehr Wiedersehen im Meer verschwunden.

Nun schließe ich endgültig die Schilderungen von unserer ersten Reise, denn die verrücktesten Erlebnisse hörten nicht auf und würden noch viele Seiten füllen..

Nun warten wir ab, was der nächste Urlaub bringt.

Abgesehen von wenigen Turbulenzen war es ein angenehmer Flug und die Condor landet pünktlich in Puerto Plata.

Genau wie bei unserem Urlaub 2002 haben wir auch dieses Mal einen Leihwagen bei André Kobilke bestellt. http://www.urlaub-dominikanische.de Tel: 809 5714169 und 809 8480883. Wir waren damals super zufrieden und wir wollten kein Risiko mit einem anderen Anbieter eingehen. Jetzt sind wir gespannt, wer uns abholt. Ein Namensschild brauchen wir nicht mehr, denn wir kennen uns ja und waren auch all die Jahre in Kontakt.

Es ist Nadia, die uns freudestrahlend begrüßt. Genau wie  vor 6 Jahren fahren wir wieder mit ihr nach Hause, wo auch Andre auf uns wartet. Es gibt viel zu erzählen nach so langer Zeit und Nadias Aperitiv schmeckt so gut wie damals.

Für die ersten 8 Nächte hat Andre für uns ein Bungalow gemietet in der bewachten Wohnanlage PERLA MARINA, die zwischen Sosua und Cabarete liegt. Wir sind neugierig und müde zugleich, deswegen lassen wir uns bald zu unserer Unterkunft fahren, die gar nicht weit weg ist von ihrem Haus. Andre überläßt uns schon am Abend den Leihwagen für die nächsten Tage mit dem Hinweis, dass wir für SAMANA wegen den schlechten Straßenverhältnissen unbedingt einen Jeep brauchen.

Das Bungalow ist so groß, dass wir erst einmal Orientierungsschwierigkeiten haben, aber wir finden unser Bett und fallen todmüde hinein.

Gut ausgeschlafen machen wir uns das Frühstück in der wirklich sehr gut ausgestatteten Küche und planen den Tag, während wir auf der großen Terrasse Kaffee trinken.
Zuerst einmal wollen wir mit Nadia nach Sosua zu fahren. Sie will uns den Ort und verschiedene Geschäfte zeigen. Hier gibt es wirklich alles, der Supermarkt ist gut sortiert und seit einigen Wochen gibt es darin auch einen deutschen Metzger.
Von einem Wagen auf der Straße kauft Nadia für uns Orangen – 22 Stück ca. 1 Euro! Da es in unserer Küche zwei verschiedene Saftpressen gibt, sind die Vitamine für die nächsten Tage gesichert.

Am Nachmittag spazieren wir durch die Perla Marina und sehen uns die nähere Umgebung an. Bis zum Strand sind es nur ein paar Minuten. Es ist sehr erholsam hier, Massentourismus gibt es Gott sei Dank nicht. Wer Ruhe sucht ist hier richtig. Ein rustikales Restaurant, angeblich chilenisch, befindet sich in einer kleinen Ferienanlage direkt in Strandnähe.

 

Nach zwei Tagen mit Lesen und Ausruhen beschließen wir, am nächsten Morgen eine größere Fahrt zu unternehmen mit dem Hauptziel Santiago de Los Caballeros. Dort wollen wir gute Dominikanische Zigarren kaufen und vielleicht auch mal bei der Herstellung zusehen.

Wir fahren nach unserer kleinen Straßenkarte zuerst einmal aus der Anlage Perla Marina und biegen links ab in Richtung Cabarete,passieren diesen bekannten Ferienort und bleiben weiter auf der Hauptstraße bis Sabaneta de Yasica. An der beschilderten Kreuzung mitten im Dorf führt die Straße rechts ab in Richtung MOCA. Bald überqueren wir den Fluß Rio Yasica und von da geht es  bergan durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Als Beifahrer kann man das natürlich viel besser genießen. Der Fahrer muss aufpassen, denn die Straße ist eng und auch nicht ungefährlich. Wir halten öfters mal an und fotografieren herrliche Ausblicke und schöne Blumen am Straßenrand. Faszinierend sind die bunten kleinen Dörfer, überall hängt Wäsche über den Zäunen, meist sogar auf Stacheldraht.... Die Bewohner sind sehr freundlich und winken uns oft zu.

Diese Region ist besonders bekannt für seine Kaffee- und Kakaoplantagen. Da es hier keine kalten Winter gibt wird praktisch fast das ganze Jahr geerntet.

Die höchste Stelle erreichen wir bei El Caimito. Von da geht es nur noch bergab bis MOCA. Wir parken unser Auto am Ortseingang und machen erst einmal Kaffeepause an einer einfachen Hütte, sehr urig, auf wackeligen Stühlen. Aus Plastikbechern trinken wir den guten dominikanischen Kaffee, der süß und lecker schmeckt und dazu noch so preiswert ist, dass wir uns noch zwei Becher leisten. Bezahlt haben wir nur 20 cent (Preisrekord!) - für insgesamt 4 Becher!

Auf der anderen Straßenseite schauen wir uns die Auslagen der kleinen Verkaufsstände an und kaufen noch eine Flasche Honig für 50 Pesos (ca. 1,00 Euro). Wie gut dieser einheimische Honig in Flaschen schmeckt, wissen wir noch von früheren Aufenthalten..

Da wir heute nach Santiago des Los Caballeros wollen biegen wir in die rechte Dorfstraße ab. Da es keine Wegweiser gibt orientieren wir uns an der Autokarte. Der Autoverkehr nimmt nun massiv zu, kein Wunder, denn die Straße führt zur zweitgrößten Stadt des Landesmit ca. 900.000 Einwohnern.  Nach einigen Kilometern erreichen wir Santiago des Los Caballeros. Hier muss man wirklich gut Auto fahren können oder sich fahren lassen. Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben, es wird rechts und links überholt. Mopedfahrer umkreisen alles, was fährt. Und in diesem Chaos suchen wir die bekannte Tabacmanufaktur LA AURORA. Nach der Beschreibung im Reiseführer liegt sie an der Straße Avenida 27 de Febrero 146. Welch ein Glück, beim Halten an einer Ampel lesen wir diesen Namen, also sind wir richtig – nur wo ist die No. 146? Wir fahren und fahren, die Straße hört nicht auf und Hausnummern sehen wir keine! Also halten wir an und fragen nach. Wir sind viel zu weit gefahren, also umdrehen und die Avenida zurück. Endlich sehen wir eine Hausnummer: 160. Wieder aussteigen, fragen, wieder zurückfahren. Einige Häuser weiter sollen wir bei „Centro Leon“ reinfahren. Tatsächlich finden wir auf der rechten Seite ein kleines Gebäude: La Aurora, eine Art Show-Raum.
4 Dominikaner sitzen in kleinen Kabinen und sind mit Zigarrendrehen beschäftigt. Ein gut deutsch sprechender Herr erklärt uns, wie eine Zigarre entsteht: 4 verschiedene Arten von Blättern mit unterschiedlichen Gerüchen (er hält sie uns unter die Nase!) werden gerollt und in einer Form gepresst. Erst nach einer speziellen Lagerung und einem Reifeprozess von 8 Monaten kommen die Zigarren in den Verkauf. Ein Verkaufsraum ist gleich nebenan. Hier kaufen wir zwei verschiedene Sorten im Aurora-Holzkästchen à 25 Stück zu einem sehr günstigen Preis (zusammen ca. 90,00 Euro). Jetzt freuen wir uns doch nach diesem stressigen Suchen , dass wir die älteste Tabacmanufactur des Landes gefunden haben.

Zufrieden begeben wir uns wieder in den hektischen Straßenverkehr der Stadt und setzen nach der endlos langen Hauptstraße unsere Rundfahrt in Richtung NAVARETE fort.

Der Verkehr wird Gott sei Dank weniger. Nach ca. 25 km entdecken wir im letzten Moment die Ausfahrt in Richtung Puerto Plata. Ohne große Vorankündigung ist sie plötzlich da.
Die Straße bis Puerto Plata ist sehr gut zu befahren, sie ist breit und steile Berge gibt es hier auch nicht. Unterwegs kaufen wir am Straßenrand Mandarinen, die hier wohl bevorzugt angebaut und angeboten werden. Schneller als erwartet erreichen wir Puerto Plata und die stark befahrene Küstenstraße. Wir passieren die bekannte Strandregion Playa Dorada, den Flughafen, das quirlige Sosúa und erreichen nach einigen Kilometern unsere Wohnanlage Perla Marina.

Am nächsten Tag nehmen wir uns Zeit für Sosúa und wollen dort auch essen gehen. Dazu haben wir uns das Hotel-Restaurant LA PUNTILLA DE PIERGIORGIO ausgesucht. Zuerst fahren wir einmal durch die engen Gassen mit den vielen Kneipen und kleinen Geschäften. Um diese Tageszeit ist es noch recht ruhig, aber am Abend soll es hier richtig „rund“ gehen. Wer viel erleben will, ist da richtig.
Wir müssen ein bißchen suchen, aber nachdem wir an einer Kreuzung ein großes Reklamefoto mit Wegweiser sehen, ist es kein Problem mehr.
Das Restaurant gehört zum gepflegten romantischen Piergiorgio Palace Hotel. Die Lage ist einmalig auf einem Felsen und der Ausblick auf den Atlantik ist grandios. Schöner kann man kaum „speisen“.
Das Essen ist ausgezeichnet, für dominikanische Verhältnisse allerdings auch sehr teuer. Es war es wert!

Cabarete kennen wir nur vom Durchfahren, es wird Zeit, uns diesen Ort auch einmal näher anzusehen. Wir parken am Ortsrand und gehen in Richtung Strand. Vor uns liegt eine große Bucht, die sich wunderbar eignet für schöne Strandwanderungen.
Bekannt ist Cabarete unter Surfliebhabern, die kräftigen Winde hier sind ideal für diese Sportart und es finden internationale Wettbewerbe statt. Dementsprechend jung ist auch das Publikum. Eine Strandkneipe reiht sich an die andere. Ungefähr in der Mitte finden wir OPAS Bar und stellen gleich fest, dass diese Bar fest in deutscher Hand ist. Fußballfans sitzen zufrieden auf Barhockern und schauen Premiere-Fußball live. Wir trinken Pinacolada für 150 Pesos.

Cabarete und der schöne Strand gefallen uns sehr gut, wir laufen bis zum Ende der Bucht. Als sich der Hunger meldet gehen wir zum Auto und suchen das uns empfohlene Restaurant TROPICOCO. Wir finden es am Ende der Durchfahrtsstraße (Carr. Principal) in Richtung Sosúa auf der rechten Seite. Von Marieluz werden wir sehr freundlich bedient und das Essen schmeckt auch sehr lecker. Wir bestellten den dominikanischen Teller für 170 Pesos, dazu zwei Getränke und Kaffee. Für alles zusammen bezahlen wir nur 670 Pesos, Tax und Bedienung sogar inclusive im Gegensatz zum noblen Piergiorgio. Dort kamen auf die eh schon europäischen Preise 10 + 16 % = 26 % Bedienung und Tax.

Auf der Rückfahrt in unsere Perla Marina entdecken wir ein Hinweisschild zu einer PLAYA ENCUENTRO. Wir fahren ab und finden einen Traumstrand, der fast menschenleer ist. Schnell haben wir einen treuen Begleiter, einen lieben herrenlosen Hund, von denen es im Land sehr viele gibt. Fast versteckt in den Dünen gibt es kleine rustikale Windsurfschulen, die auf Interessenten warten zu bestimmt günstigeren Preisen als in Cabarete. Nach einem ausgiebigen Spaziergang verlassen wir diesen schönen Strandabschnitt und unseren kleinen Freund, der uns bis zum Auto gefolgt ist. Am liebsten wäre er wohl mitgefahren....

Die ersten Urlaubstage waren erlebnisreich und sind schnell vergangen. Auch in der gepflegten  Wohnanlage Perla Marina haben wir uns sicher und wohlgefühlt. Die Einfahrt wird im 24-Stunden-Service bewacht, ebenso auch einige der Nebenstraßen. Es gibt hier übrigens sehr schöne Bungalows, von denen viele zum Verkauf stehen. Da könnte einem schon der eine oder andere gefallen. Aber wir sind viel zu neugierig, um immer am gleichen Ort Urlaub zu machen. Ein schönes Haus oder eine Wohnung mieten, einige Zeit bleiben, dann den Schlüssel wieder abgeben – das entspricht unserer Mentalität!

Vor unserer Weiterreise zur Halbinsel SAMANA fahren wir noch einmal nach Sosúa. Da wir beim ersten Besuch Anfang der Woche nur eine Hotelanlage an der anderen auf Klippen an felsigen Stränden gefunden haben, erkundigten wir uns bei unserem lieben Autovermieter Andre, ob es denn in Sosúa keinen Sandstrand gibt. Natürlich gibt es ihn! Man muss nur auf der Hauptstraße zum Ortsende von Sosúa in Richtung Puerto Plata fahren. Nach ca. 500 m führen Treppen hinab und schon ist man mittendrin: Eine herrliche Bucht, nicht sehr groß, aber ein toller Sand und glasklares, ruhiges Wasser, in dem man gefahrlos schwimmen kann.
Bunte Verkaufsstände und rustikale Restaurants unter Schatten spendenden Bäumen reihen sich aneinander. Hier ist es richtig schön, eine wunderbare Atmosphäre. Wir laufen bis zum Strandende und suchen unter den vielen Kneipen ein gemütliches Plätzchen für eine Pinacolada aus. Wir genießen den Blick aufs Meer mit den kleinen Booten und wollen gar nicht mehr weg. Ein bißchen Hunger haben wir mittlerweile auch, also studieren wir die einfache Speisekarte und bestellen mutig gegrillte Garnelen und Hähnchensalat. Nachdem wir bei einem zweiten Besuch in Cabarete in dem großen Strandrestaurant Lax gar nicht zufrieden waren, sind wir schon mißtrauisch.

Wir werden sehr angenehm überrascht, alles wird frisch zubereitet und die Garnelen schmecken hervorragend. Auch unsere Bedienung und die Besitzer sind sehr freundlich. Mit „Händen und Füßen“ und gelungenen Deutsch-Versuchen klappt die Verständigung. Der Name der urigen Strandkneipe ist: LEOS BANANA Restaurant (fast am Ende des Strandes), auch gut zu erkennen an der Tischdekoration: eine Ananas in einer Schale (keine Bananen!). Wir wundern uns über die wenigen Touristen an diesem schönen Strand. Vielleicht liegt es an den All-inclusive-Hotels. Da gibt es keine zusätzlichen Kosten und aus den Anlagen trauen sich viele nur bei einem organisierten Ausflug. Schade, man versäumt viel in diesem interessanten Land!

Am letzten Abend haben Nadia und Andre für uns eine Überraschung: Sie laden uns zum thailändischen Essen ein. Thailändisches Essen in der Dominikanischen Republik, das ist auch nicht alltäglich hier. Wir fahren mit dem Jeep, der ab Morgen unser Mietwagen sein wird, nach Sosúa und von da ca. 3 km in die Berge zu einem sehr schön gelegenen Restaurant. Ein deutsch-thailändisches Ehepaar bietet einen hervorragenden Service und das Essen ist sehr gut. Adresse: Thai-Restaurant „CHILI“,  La Mulatta 2, Sosúa, www.karibiktraumurlaub.com

Heute heißt es Abschied nehmen von der Perla Marina. Von hier bis zur Halbinsel Samana sind es ca. 200 km. Wir verstauen unser Gepäck  im Jeep und Andre erklärt uns noch die Fahreigenschaften des Jeeps. Zuerst ist die Fahrweise auch gewöhnungsbedürftig, aber nach einigen Kilometern klappt es problemlos. Vor 6 Jahren fuhren wir mit einem PKW nach Samana, mittlerweile ist die Halbinsel am besten mit einem Jeep zu befahren und wird von allen Autoverleihern dringend empfohlen.

Auf diese Fahrt haben wir uns sehr gefreut, da die Küstenregion landschaftlich sehr abwechslungsreich ist. Wir passieren kleine und größere Dörfer und freuen uns über die menschenleeren Strände, die darauf warten, entdeckt zu werden. Rio San Juan und Abreu sind schon viele Jahre beliebte Badeorte, in denen es noch beschaulich zugeht im Gegensatz zu Cabarete und Sosúa.

Der Zustand der Straße ist bis jetzt sehr gut. Einige Kilometer hinter NAGUA machen wir spontan einen Fotostopp. Es ist zu schön, um einfach weiter zu fahren. Die einfachen bunten Hütten, das Meer, die Palmen – eine einzigartige Filmkulisse.

Aber dann wird’s richtig ungemütlich. Die Straße wird immer schlechter. Wir fahren so plötzlich in straßenbreite Schlaglöcher, dass wir uns nur noch wundern, ohne Achsenbruch davon gekommen zu sein. So geht es weiter, man umfährt ein großes Loch und brettert in das nächste hinein. Auch nachdem wir die Hauptstraße hinter  Sánchez verlassen und über die Berge in Richtung Las Terrenas fahren wird es nicht besser...
Nach über 6 Jahren Abwesenheit hätten wir doch erwartet, dass die Straßen endlich in Ordnung sind, doch das Gegenteil ist der Fall. Man hat kaum Zeit, die traumhaft schöne Landschaft zu genießen; es ist einfach zu gefährlich. Dann fängt es auch noch an zu regnen!
Jetzt wissen wir, warum es Andre so wichtig war, für die Samana-Fahrt einen Jeep zu nehmen und wir sind ihm dankbar dafür!

Endlich erreichen wir Las Terrenas. Im Vergleich zum letzten Urlaub hat der Straßenverkehr stark zugenommen. Das „St. Tropez“ der Dominikanischen Republik ist eben sehr beliebt. Auf den Straßen fahren überwiegend Jeeps (kein Wunder bei diesen Verhältnissen), viele Mopeds (Motoconchos) und Quads, die an jeder Ecke zu mieten sind.

Kurz bevor wir den Strand erreichen biegt die Straße rechts ab in Richtung El Portillo – Samana. Wir nehmen die linke Ausfahrt. Nach einigen Metern geht es über eine kleine Brücke rechts ab und schon befinden wir uns auf dem holperigen Sandweg des schönsten Strandabschnittes von Las Terrenas. Wir staunen, wie viele neue Ferienanlagen entstanden sind.

Nach ca. 800 m sind wir am Ziel. Im PLAYA COLIBRI werden wir an der Reception von Maria, die uns schon von den mails bekannt ist, sehr herzlich begrüßt. Unser Apartment im ersten Stock ist nah zum Strand und hat eine riesige Terrasse mit Blick über den wunderschönen tropischen Garten zum Meer. In der Wohnküche stehen Blumen zum Empfang und ein großes Tablett mit vielen Sorten Obst.

Wir fühlen uns gleich wieder sehr wohl. Es ist Wochenende und die gesamte Anlage scheint ausgebucht. Dieses Mal sind wir hier die Exoten, denn fast alle Apartments sind von fröhlichen Dominikanern gebucht. Vor 6 Jahren waren die ausländischen Gäste in der Überzahl. Im Sommer wurde die neue Autobahn bis Santo Domingo fertiggestellt und seitdem kommen viele einheimische Gäste. Früher war es eine lange unbequeme Reise, heute beträgt die Fahrzeit nur noch 1 ½ Stunden.
Das Wochenende ist also fest in dominikanischer Hand. Entsprechend lustig geht es dann zu, oft bis in die frühen Morgenstunden. Wir waren froh, als der Spuk am Montag vorbei war.

Die Tage verbringen wir mit Lesen am Pool oder am Strand und Erkunden der näheren Umgebung. Nicht nur am Strandweg, auch in Las Terrenas wird viel gebaut. Ein neues Centro Colonial mit Boutiquen, einem Café und französischer Bäckerei steht kurz vor der Vollendung. Die ersten Shops haben schon eröffnet. Aber wir finden im Dorf so manchen vertrauten Ort wieder, z. B. den guten französischen Bäcker im Centrum. Die beiden gut sortierten Supermärkte gibt es auch noch. Hier kaufen wir unsere Lebensmittel und wieder den guten einheimischen Honig (Miel), der uns so gut schmeckt. Meistens ist er in Brugal-Bierflaschen abgefüllt. Man sollte ihn unbedingt probieren.
Das Baquette zum Frühstück bringt ORTWIN von der Panaderia Aleman, Las Terrenas, La Puron, in Richtung Punta Bonita, Tel. 8099132022.  Maria hat ihn uns empfohlen. Es kostest nur 35 Pesos und dafür fährt er am Morgen mit seinem Moped ca. 2 km!

Den allerbesten frischen Fisch kauft man am besten direkt bei den Fischern am Strand gegenüber dem Hotel  Kari Beach.   Zwischen 11.00 und 13.00 Uhr kommt ein Fischerboot nach dem anderen zurück. Restaurantbesitzer und Händler warten schon. Alles geht ruck-zuck. 3 – 4 große Fische werden auf der Hängewaage gewogen, es wird bar gezahlt und schon verschwinden sie in den Kühlboxen auf den Autos. Vereinzelt lassen sich Käufer auch die Fische gleich in Stücke zerteilen. Man möchte gar nicht mehr weggehen, so interessant ist es hier.

Am nächsten Morgen überlege ich, dass wir eigentlich auch von diesem guten Fisch essen könnten und laufe zur Mittagszeit allein zu den Fischern. Es gibt nur ein Problem: Für zwei Personen sind die Fische einfach zu groß. Ich schaue in jedes einlaufende Boot hinein, aber für uns ist nichts dabei und mache wohl ein entsprechendes Gesicht.

Plötzlich spricht mich ein junger Dominikaner in deutsch an (sehe ich so deutsch aus?): „Was willst Du“? Ich antworte: Kleine Fische! Er schaut mich an, sagt: „Komm mit“, nimmt mich am Arm, setzt sich auf sein Motorrad und zwingt mich auf den Rücksitz. Bevor ich viel überlegen kann, braußt er mit mir los – über den Strandweg – auf die Hauptstraße – und immer weiter. Das Ende von Las Terrenas ist in Sicht. Mir wird ganz schlecht: Was hat er mit mir vor, will er mich jetzt umbringen? Mein letzter Gedanke: Ich muß einfach abspringen, aber bei diesem Tempo? Egal, es muß sein..... Aber gerade da bremst er ab und fährt links in eine kleine Dorfstraße und hält am dritten Häuschen. Kurz darauf kommt ein Auto hinterher mit dem von ihm gekauften Fisch. Davon nimmt er einen großen und fragt: „Wieviel“? Ich sage: 4 Scheiben und zeige ihm meine Pesos. Auf einem Holzklotz hackt er den Fisch in Stücke und verpackt die 4 Scheiben in einen Plastikbeutel.

Ich bin glücklich, lebe noch, habe meinen Fisch und bin um ein unvergeßliches Erlebnis reicher. Dankbar gebe ich ihm zum Abschied die Hand. Ich bin schon ein paar Meter weg als er hinterher ruft: „Hast Du Geld für Motoconcho“ (Mopedtaxi)? Daran habe ich gar nicht gedacht und sage: Nein! Ich müsste ja jetzt ca. 3 km mit dem Fisch zurück laufen. Er greift in seine Hosentasche und gibt mir die Pesos für die Rückfahrt. Ich kann´s nicht glauben!!!

Schnell ist ein Fahrer gefunden und ein paar Minuten später bin ich wieder in der Ferienanlage, wo ich schon mit Sorge erwartet wurde. Alles ist gut gegangen! Die Fischstücke sind so groß, dass wir zweimal davon essen können. Es hat prima geschmeckt!

Das Wetter ändert sich. In der Nacht regnet es oft und da die Sonne sich am nächsten Morgen auch nicht blicken lässt, überlegen wir, einen Ausflug nach Samana zu machen. Eigentlich heißt die Inselhauptstadt Santa Bárbara de Samaná, aber jeder sagt Samana.
Wir verlassen Las Terrenas in Richtung El Portillo. Das ist ein kleiner Ort mit dem gleichnamigen Flughafen. Hier dürfen nur kleine Maschinen starten und landen. Vor 7 Jahren sind wir von hier nach Punta Cana geflogen, der Pilot und 3 Insassen + Gepäck. Es war ein Abenteuer!

Die Straße weiter in Richtung Samana ist in einem sehr guten Zustand. Endlich macht es Spaß durch die schöne Landschaft zu fahren ohne auf Schlaglöcher aufpassen zu müssen. Unterwegs sehen wir viele Schulkinder, besonders die kleinen Mädchen mit ihren kunstvoll frisierten bunten Zöpfchen fallen ins Auge. Dreimal halten wir an und fragen, ob wir sie fotografieren dürfen. Bereitwillig lächeln sie freundlich in die Kamera. Wir bedanken uns mit Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten, die wir für solche Fälle meistens dabei haben. Die Freude ist immer groß.

Wir passieren El Limon, den Ort von dem man Touren zum bekannten Wasserfall mit dem gleichen Namen machen kann. In der letzten Zeit sind diese Ausflüge in negative Schlagzeilen geraten wegen unterernährten Pferden und dem unschönen Konkurrenzkampf unter den Einheimischen.

Die Entfernung von Las Terrenas nach Samana beträgt 50 km und die Fahrt über die Berge dauert ca. eine Stunde.

Sehenswert ist der bunte Markt gleich rechts an der Einfahrtsstraße. Hier gibt es alles zu kaufen, was die Einheimischen brauchen: Obst, Gemüse, Grundnahrungsmittel und vor allem Kleidung.
„Guaguas“ - die kleinen Busse – stehen bereit, um die Käufer wieder in die umliegenden Dörfer zu bringen. Wir fahren weiter zum Hafen und bestaunen erst einmal die neue, im karibischen Stil erbaute Einkaufszeile „Pueblo Principe“.

Von Samana werden Ausflüge angeboten, u. a. zur bekannten Bacardi-Insel „Cayo Levantado“, oft auch in Verbindung mit einem Besuch des Nationalparks „Los Haitises“.
Von Januar bis Mitte März ist hier Hauptsaison für die Walbeobachtungen in der Bucht von Samana. Nur in diesem Zeitraum kommen die mächtigen Buckelwale hierher, um sich im warmen Wasser zu paaren. Sie springen oft meterhoch um ihrer Auserwählten zu gefallen – ein faszinierendes Schauspiel!
Jetzt im Dezember haben wir wohl den falschen Zeitpunkt erwischt. Wir begnügen uns mit einem Restaurantbesuch und essen Fisch und Lambi (Meeresschnecke) in Knoblauchsauce. Es war nichts aufregendes, aber die Pinacolada in einem großen Glas für 140 Pesos war die beste bisher, Adresse: MI Restaurant, C/Francisco del Rosario Sánchez No. 35, Samana (am Kreisel).

Auf der Rückfahrt machen wir bei El Limon noch einen Kaffeestopp am Straßenrand in einer kleinen Cafeteria: LA TIPICA. Der Kaffee wird frisch gekocht und wie es hier üblich ist, schwarz getrunken mit viel braunem Zucker. Bezahlt haben wir wieder nur ein paar Pesos für einen Super-Kaffee.

Dem netten jungen Dominikaner Jonathan von der Reception erzählen wir von unserem Ausflug und was wir gegessen haben. Er fragt uns, ob es denn geschmeckt hat. Nachdem ich erwähne, dass es nichts besonderes war und wir sehr gern mal etwas typisch dominikanisches essen würden, bietet er spontan an, für uns zu kochen. Am nächsten Tag hätte er frei und wenn wir wollen, käme er gegen 10.30 Uhr und würde vorher alles einkaufen. Wir sind fast sprachlos und sofort einverstanden. Das Geld für die Einkäufe geben wir ihm natürlich.

Am nächsten Morgen kommt Jonathan zur verabredeten Zeit mit 2 Beuteln Lebensmittel und breitet sie auf der Arbeitsplatte aus. Er will für uns kreolischen Fisch mit Kokossauce zubereiten und das typisch dominikanische Gericht Bohnen mit Reis und einen bunten Salat mit Tomaten, Gurken, Avocados und Zwiebeln. Er legt gleich richtig los und wir staunen, wie professionell er arbeitet. Bald ziehen wunderbare Gerüche durch die Wohnküche. Mittlerweile ist auch Maria mit ihrem Sohn Emilio eingetroffen. Wir haben die Beiden mit eingeladen.

Später sitzen wir alle fröhlich zusammen auf der großen Terrasse und genießen das wirklich wunderbare Essen. Unser Koch Jonathan bekommt ganz viel Lob und wir bedanken uns sehr herzlich für diese tolle Idee. An dieses Zusammentreffen werden wir uns gern erinnern.

In der nächsten Nacht regnet es wieder ununterbrochen und auch der nächste Tag „fällt ins Wasser“. Trotzdem machen wir uns auf den Weg in der Hoffnung, dass es besser wird. Wir wollen wenigstens einmal zu dem schönen Strand Playa Bonita fahren. Es war keine gute Idee. Der Regen hat den ohnehin schon schlechten Weg aufgeweicht oder das Wasser läuft über die Straße. Die Playa Bonita lernten wir bei unserem letzten Aufenthalt kennen und waren total begeistert. Heute erkennen wir sie kaum wieder, die Wellen schlagen so hoch, dass der Strand fast überflutet wird. Wir fahren noch ein bißchen den Strandweg entlang, doch plötzlich ist der Weg zur Hälfte abgebrochen. Jetzt wird es uns aber sehr mulmig, wir kehren bei der nächsten Möglichkeit um und sind froh, dass wir ohne ins Meer zu rutschen, die Rückfahrt antreten können.

Wir wollten eigentlich an der Playa Bonita zu Mittag essen, bei diesem Wetter suchen wir doch besser nach einer Möglichkeit in Las Terrenas. An einer Ecke in der Straße El Carmen No. 20 finden wir das Comedor LOS CHICHAS und essen für wenig Geld wirklich gut. Für zwei verschiedene Gerichte und ein großes Bier zahlen wir nur 490 Pesos.

Am Nachmittag läßt sich endlich wieder die Sonne sehen und wir können einige Fotos machen von dem schönen Strand vor unserer Anlage Playa Colibri, karibische Motive mit weißem Sand.

Heute ist der letzte Tag in Las Terrenas. Ein Ausflug steht noch an: Wir kennen die PLAYA COZON noch nicht und die angeblich „schönste Strandbar der Welt“. Zur Playa Cozon nehmen wir den gleichen Weg in Richtung Playa Bonita bis zu einer beschilderten Abzweigung: rechts geht es zur Playa Bonita und links zum Playa Cozon. Wir passieren kleine Dörfer, zweimal geht es steil bergauf, irgendwo führt eine Straße rechts zur bekannten Hotelanlage Viva Wyndham. Diese werden wir uns auf der Rückfahrt einmal ansehen.

Nach einigen Kilometern erreichen wir die bekannte Playa Cozon. Wir parken das Auto und laufen einige Meter zum Strand. Vor uns liegt ein absoluter Traumstrand. Wir haben schon viele tolle Strände gesehen, aber dieser Strand ist die Krönung. Kilometerlang, Puderzuckersand, überhängende Palmen und menschenleer!
Ganz in der Nähe entdecken wir ein kleines romantisches Hotel. Es sieht so einladend aus, das müssen wir uns ansehen. Im gepflegten Garten mit dem kleinem Pool trinken wir erst einmal Kaffee, dann werden wir durch alle Räume und Zimmer geführt, die einen sehr gemütlich Eindruck machen. Alles ist liebevoll eingerichtet. Eine ganz besondere Adresse, wenn man Ruhe und Erholung in einem kleinen Paradies sucht und das Fernsehen nicht vermißt!
Hier ist die Adresse: CASA Cozon, Yvan & Marzia Magnien, Playa Cozon, www.casaCozon.com .

Nach einem Spaziergang am Strand und einigen Fotos fahren wir langsam zurück, denn die schönste Strandbar der Welt haben wir nicht gefunden. Plötzlich entdecken wir dann doch noch den mit Palmen bedeckten Pavillon in der Ferne und versuchen, mit dem Jeep  hinzufahren. Es ist nur ein schmaler Weg, kurz davor müssen wir sogar über eine kleine Brücke, die nur aus Baumstämmen besteht. Da steige ich besser mal aus und gebe die Spur vor. Wir schaffen es, ohne in den Bach zu fallen! Nach ein paar Metern haben wir die Strandbar erreicht. Die Lage ist wirklich umwerfend, nach beiden Seiten die Traumstrände der Playa Cozon, dazu ein kleines einfließendes Gewässer, schöner kann eine Strandbar wirklich nicht liegen!
Wir sind nicht allein, zwei Tische sind schon besetzt, wir haben mittlerweile auch Hunger und bestellen, was wir auf den anderen Tellern sehen – Shrimps mit Sauce. Die Möblierung ist übrigens sehr gewöhnungsbedürftig, verwittert und alt, aber die Shrimps sind die Allerbesten! Wie so oft sind wir auch hier von kleinen Kindern umlagert, die sich über mitgebrachte Süßigkeiten freuen.

Bevor wir Las Terrenas erreichen, wollen wir uns noch die Hotelanlage VIVA WYNDHAM ansehen und fahren der Beschilderung nach. Die Einfahrt ist bewacht, wir dürfen das Auto außerhalb parken und durch die Anlage laufen. Das Hotel ist seit einigen Monaten geschlossen, was bei einer solchen Traumlage gar nicht zu verstehen ist. Später erfahren wir, dass die Anlage auf 5-Sterne-Standard umgerüstet und erweitert wird und im Laufe des Jahres 2009 wieder eröffnet werden soll.

Wieder ist eine erlebnisreiche Woche schnell vergangen. Trotz des untypischen Karibik-Wetters hat es uns im Playa Colibri wieder sehr gut gefallen.
Die letzten 5 Nächte haben wir im Hotel VILLA SERENA  in Las Galeras gebucht  und werden hier auch Weihnachten verbringen. Las Galeras liegt im äußersten Norden der Halbinsel Samana und ist nur über die Inselhauptstadt Samana zu erreichen. Die Straße bis Samana ist wie schon erwähnt sehr gut, aber von Samana nach Las Galeras ist der Zustand wieder sehr gewöhnungsbedürftig.
Die Landschaft entschädigt für die schlechten Straßen.

In der VILLA SERENA werden wir von Verena begrüßt, die sich sogar erinnern kann, dass wir uns vor 6 Jahren das Hotel schon einmal angesehen hatten. Damals hatten wir im Club Bonito gewohnt. Dieses Hotel gibt es nicht mehr, es ist nur noch ein Trümmerhaufen, schade!

Im Nebengebäude bekommen wir im zweiten Stock ein sehr schönes Zimmer mit Balkon und herrlichem Blick über den Garten und die Bucht.
Wir haben Halbpension gebucht, Frühstück und Abendessen à la carte.

Verena leitet mit ihrem Personal souverän das kleine feine Hotel mit nur 21 Zimmern. Hier stimmt alles, Sauberkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Wir haben es schon bei der Buchung erfahren: Es gibt keine Fernseher in den Zimmern. Wer hierauf nicht verzichten kann für einige Tage muss sich etwas anderes suchen! WLan-Anschluß ist im Bereich der Reception vorhanden, wir können also unseren Laptop benutzen und somit erfahren, was in der Welt geschieht.

Das Essen am Abend ist sehr gut. Das einzig negative sind hier die fehlenden Sprachkenntnisse der Bedienungen. Sie sprechen nur spanisch, nicht einmal ein bißchen englisch oder deutsch.

Mit dem Wetter haben wir in diesem Urlaub wirklich kein Glück. Die Sonne ist selten zu sehen und der Wind so stark, dass wir nachts kaum schlafen können.

Über die Feiertage ist das Hotel voll ausgebucht. Jetzt ist noch Gelegenheit, einige andere Zimmer anzusehen. Jedes Zimmer ist anders eingerichtet, sehr geschmackvoll und alle haben Meerblick. Die Villa Serena ist wirklich eine feine Adresse. Hier hat zeitweise auch die Filmcrew der Serie Traumhotel gewohnt.

Endlich wird das Wetter besser. Spontan beschließen wir, zum Strand EL RINCON zu fahren. Er befindet sich fast am Ende der Halbinsel und gehört zu den schönsten Stränden in dieser Region. Am einfachsten ist er von Las Galeras mit dem Boot zu erreichen, die Fahrt mit dem Auto ist aber auch ein Erlebnis. Mit unserem guten Jeep kommen wir ja überall hin, also fahren wir einige Kilometer aus dem Ort hinaus bis zur ausgeschilderten Abzweigung. Von hier durchfahren wir eine sehr interessante Landschaft und wieder begeistern uns die bunten dominikanischen Häuschen, an denen wir uns gar nicht satt sehen können. Da am nächsten Tag Heilig Abend ist passt ein Haus ganz besonders dazu: Vor diesem bunten Häuschen sind riesige Büsche Weihnachtssterne, wie wir sie in dieser Größe noch nie gesehen haben.
Es gibt so viele wunderschöne Motive: Etwas später treffen wir Kinder auf ihren Eselchen und bei einem Foto sieht man im Hintergrund schon das strahlend blaue Wasser des Playa Rincon.
Der Weg ist hier stellenweise auch sehr schlecht, aber mit dem Jeep ist es gar kein Problem. Auf den letzten Kilometern besteht die Erde aus rotbraunem Lehm. Die vom Regen noch vorhandenen Pfützen verzieren unser Auto von oben bis unten!

Die Straße endet vor dem Strand, wir fahren in den Strandweg rechts und nach ein paar Metern sehen wir schon die Ausflugsboote im Meer schaukeln. Am Strand genießen die Gäste das klare Wasser, die Sonne und das gute Essen der rustikalen Strandkneipen. Überall wird gebruzzelt und gegrillt – es riecht sehr einladend.

Wir gehen, wie damals, einige Meter weiter zu dem einfachen Steinhaus. Über eine kleine Kuppe kommt man zur anderen Seite des Strandes. Hier stehen die zu diesem Restaurant gehörenden Tische. Wir wollen wieder Fisch essen und dürfen uns diese auch aussuchen. Die Zubereitung überlassen wir der „Köchin“. Wir werden nur gefragt, welche Beilagen wir möchten. Sie bieten u. a. Kokosbrot an. Das haben wir noch nie gegessen, also wollen wir es probieren. Zum Trinken bestellen wir „Coco Loco“, das ist frisches Kokoswasser mit Rum. Während der Fisch in einem uralten Topf gebacken wird, genießen wir dieses herrliche Fleckchen Erde. Das Kokosbrot wird frisch gebacken und schon vor dem Fisch auf den Tisch gestellt, es schmeckt traumhaft gut. Auch der Fisch ist wieder super. Mit den Füßen im Sand in einer solchen Landschaft zu essen, das ist ein Erlebnis. Die Rechnung wird auf eine kleine Serviette geschrieben, alles zusammen 1150 Pesos = ca. 20,00 Euro.

Auf der Rückfahrt nehmen wir unsere gute Köchin und ihren Begleiter mit, die wir dann an ihrer „casa“ aussteigen lassen, denn am Nachmittag leert sich der Strand und erst am nächsten Tag kommen wieder neue Gäste.

In Las Galeras trinken wir wieder Kaffee bei AUGUSTO an der Hauptstraße. Wir haben ihn am ersten Tag kennen gelernt bei einem Spaziergang durch das Dorf. Er sprach uns in deutsch an und empfahl seine verschiedenen Ausflüge und natürlich sein kleines, einfaches Straßenrestaurant. Hier haben wir immer nur den guten Kaffee getrunken, da wir im Hotel unsere gebuchte Verpflegung hatten.

In unserer Villa Serena sind die Vorbereitungen für Heilig Abend in vollem Gang. Verena ist beschäftigt mit Weihnachtsbaum schmücken. Es ist zwar ein künstlicher Baum, aber er ist groß und Verena biegt die Zweige so zurecht, dass er fast echt aussieht. Auch die Kugeln und die Girlanden sind wunderschön und am nächsten Tag erstrahlte der Baum in vollem Glanz.

Heute Abend soll es für alle Gäste und das Personal eine Weihnachtsfeier geben mit Orchestermusik, Champagner und einem Weihnachtsmenue.

Bis dahin werden wir erst einmal unsere Koffer packen und danach noch etwas unternehmen, denn es ist unser letzter Tag in Las Galeras. Von anderen Gästen haben wir den Tipp bekommen, unbedingt noch das Gästehaus und Restaurant EL CABITO zu besuchen. Es soll ca. 3 km entfernt am Meer auf den Felsen vor 2 Jahren erbaut worden sein. Die letzte Straße vor dem Strand von Las Galeras rechts einbiegen, dann erst einmal geradeaus. Auf beiden Seiten sieht man kleine und auch eine große Hotelanlage (früher Casa Marina), gepflegte Gärten und Palmenhaine. Nach ca. 2 km  links abbiegen, am gelben Haus nach rechts, ab da ist das Restaurant beschildert, ein paar Meter muss man ganz steil nach oben, dann noch ca. 500 m weiter durch eine große Bananenplantage bis zur Einfahrt links von EL CABITO. Hier haben Catrin und John in mühsamer Arbeit ein Haus gebaut mit anschließendem Gästehaus. Allein das Herbeischaffen vom Baumaterial muss eine Wahnsinnsarbeit gewesen sein. Jetzt ist alles fertig, auch der Garten sieht schon sehr gut aus mit den vielen exotischen Pflanzen. John erklärt uns, wenn man einen Kern ausspuckt wächst schon bald ein Bäumchen....

Das Gästehaus hat zwei Apartments, der Schlafraum mit Meeresrauschen liegt oben, der Preis 25 US$ pro Apartment (für 2 Personen). Für Freiluftfanatiker gibt es eine Hütte, unten eine Hängematte und oben die  offene Liegefläche; zu haben für 5 US$ (ohne Frühstück!). Wer Urlaub in absoluter Stille verbringen möchte, dem wird es hier gefallen. Außerdem ist John als sehr guter Koch bekannt. Er holt sogar seine Gäste aus der Umgebung ab und fährt sie wieder zurück.

Das tollste ist natürlich die Bar direkt über den Felsen mit großartigem Meerblick. Hier sitzen wir dann an Heilig Abend Nachmittag und trinken guten Caipirinia, den Catrin zubereitet hat. Später kommen noch andere Gäste aus dem Trubel der großen All-inclusive-Anlage und genießen die Ruhe und den schönen Ausblick.
Adresse: Catrin & John ELCabito, www.elcabito.net, info@elcabito.net Las Galeras.

Wie schon angekündigt erwartet uns an Heilig Abend in der Hotel-Halle ein junges Orchester. Während des Programms werden Häppchen und Champagner gereicht. Besonders das junge Personal aus der Küche und dem Restaurant ist ausgelassen und fröhlich, es wird sogar getanzt. Die Musik ist für uns ganz untypisch, wir sind ja auch in einem anderen Land!
Dann verschwindet das Personal und wir begeben uns in den festlich geschmückten Speisesaal. Außer der Suppe, die schnell noch mal heiß gemacht wurde, hat alles andere das Warten durch die Feier nicht so gut überstanden.... Aber die Dominikaner hatten ihren Spaß und wir gönnen ihnen ihre Weihnachtsfeier.

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns nach vier erlebnisreichen Tagen und treten die Rückreise an. Bis zur Inselhauptstadt Samana kennen wir ja die Straßenverhältnisse, von da fahren wir nicht über den Berg, sondern an der Küstenstraße entlang, denn diese Straße ist gut befahrbar.

Nach Sánchez ist uns alles von der Hinfahrt bekannt. Wir lassen uns Zeit und machen auch unterwegs Pausen.

Für den letzten Abend vor dem Abflug haben wir uns eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens gesucht. Es war uns wichtig, nicht am letzten Tag vor dem Abflug die Strecke von Samana fahren zu müssen. Dazu haben wir uns das Hotel VILLA TAINA in Cabarete ausgesucht und Halbpension dazu genommen, da es preislich kaum einen Unterschied machte.
Wir bekommen sogar einen Parkplatz vor dem Hotel und beziehen unser Zimmer. Es ist zwar in dem älteren Gebäude, aber geräumig und sauber.
Danach machen wir noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang in der großen schönen Bucht von Cabarate mit Besuch von OPAS Bar. Abends gibt es dann im offenen Restaurant am Strand ein gutes Essen vom Buffet. Das ganze Personal ist super: jung, freundlich und flott,  sie sprechen viele Sprachen – es ist ein sehr gut geführtes Hotel. Internet: www.villataina.com Tel: 809 571-0722

Obwohl das Haus über die Feiertage ausgebucht ist von überwiegend jungen Gästen konnten wir ruhig schlafen. Wahrscheinlich sind alle am Abend müde vom vielen Surfen. Das Hotel hat auch eine eigene Surfschule.

Nach einem guten Frühstück gehen wir noch ein bißchen einkaufen. Unser Gepäck dürfen wir sogar bis 13.00 Uhr im Zimmer lassen! Dann fahren wir zur Perla Marina, geben unseren Jeep ab, der uns treu begleitet hat und verbringen bei Nadia und Andre den Nachmittag. Gegen 18.00 Uhr sagen wir André auf Wiedersehen und Nadia fährt uns zum Flughafen.

Abgesehen vom Wetter, das leider nicht immer mitgespielt hat, war es ein schöner Urlaub, wir haben wieder viel gesehen und erlebt. Wenn auch die meisten Straßen auf Samana in einem schlechten Zustand sind, ist diese Halbinsel eine Reise wert, denn Samana ist etwas Besonderes, vor allem an die wunderbaren Strände werden wir uns immer gerne erinnern.

Für Fragen und Anregungen bin ich gerne für sie da. Meine Mail:

Hiltrud Godin

 

 

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